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Fast 40 Jahre OBG für Oberursel

Die Oberurseler Bürgergemeinschaft hat die Geschicke der Stadt seit den 60er Jahren maßgeblich mitbestimmt. Im kommenden Jahr feiert sie Ihr 40jähriges Bestehen. Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch die Geschichte der OBG und erfahren Sie, dass insbe-sondere der Kampf um Infrastruktur-Maßnahmen die Menschen schon immer persönlich und auch politisch bewegt hat.

       

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Geschichte der Oberurseler Bürgergemeinschaft

Im Jahre 1967 schlossen sich die Initiatoren mehrerer Bürgerinitiativen in Oberursel, so Amtsgerichtsdirektor O.E.Wackermann für die Initiative Oberhöchstadter Berg/ Atzelhöhl, Hans Rey für die Initiative für den Bau von Entlastungsstraßen - Ortsumgehung Oberursel Feldbergzubringer und Weingärtenumgehung und Dr. Konrad Michael für die Initiative Hohemarkstraße/Rosengärtchen in der Oberurseler Bürgergemeinschaft - OBG - zusammen.

In den sechziger Jahren war über die Planung auch in Oberursel der „Hochhauswahn" ausgebrochen. Die Ansiedlung der „Alte Leipziger"-Versicherungsgruppe in der Atzelhöhl zwischen Oberhöchstadter Straße und Königsteiner Straße war fast beschlossene Sache, ohne daß ein schlüssiges Verkehrskonzept vorlag. Im Gebiet Rosengärtchen wurde eine Siedlung mit Hochhäusern aus dem Boden gestampft, die heute noch, nach fast dreißig Jahren, verkehrsmäßig schlecht angeschlossen ist.

Die Planung und der Bau von Umgehungsstraßen wurde nur halbherzig oder gar nicht von den Oberurseler Parteien unterstützt. Damals betrafen alle Fragen nur die Kernstadt von Oberursel, denn die Stadtteile Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen waren noch selbständig.

Nun stellte die Oberurseler Bürgergemeinschaft im Jahre 1968 erstmals eine Liste für die Kommunalwahl auf, und es kamen drei Stadtverordnete, Dr. Werner Bode, Hans Rey und Albert Wolf für die Oberurseler Bürgergemeinschaft – OBG - ins Stadtparlament von Oberursel.

Die ersten Jahre waren für die Mandatsträger eine schwere Zeit. Alle Parteien beäugten die Neulinge mit Mißtrauen, da sie eine Änderung der Machtverhältnisse befürchteten. Unterstützung oder wenigstens eine gewisse Toleranz erhielten die Anfänger nicht. Aus wichtigen Ausschüssen blieben sie ausgeschlossen, und damit fehlten ihnen wichtige Entscheidungshilfen.

Ab 1972 änderte sich dies. Die OBG hatte wieder eine attraktive Liste parteiunabhängiger Bürger auch aus den Ortsteilen für die Kommunalwahl aufgestellt und sie kam wieder ins Parlament. Diesmal mit Sitz in den Ausschüssen und im ehrenamtlichen Magistrat.

Die OBG ist damit seit 1968 ununterbrochen im Stadtparlament von Oberursel bis zu sechs Stadtverordneten im Stadtparlament und teilweise zwei ehrenamtlichen Magistratsmitgliedern im Magistrat der Stadt vertreten.

Auch in den Ortsbeiräten von Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen sowie im Beirat Bommersheim ist die OBG vertreten. In diesem Zeitraum von 1968 bis 1997 sind viele Entscheidungen von der OBG vorangetrieben oder mit anderen Fraktionen des Stadtparlamentes gemeinsam auf den Weg gebracht worden. Die kommunalpolitischen Gegner, am Anfang alle Parteien, ließen davon ab, die OBG als „Vorgartenpartei" zu verunglimpfen und arbeiteten mehr oder weniger freudig mit uns zusammen.

Es hieße nun Eulen nach Athen zu tragen, wenn man alle wesentlichen Entscheidungen aufzählen würde, welche die OBG mitgetragen, bzw. initiiert hat. Voranzustellen ist, daß ohne die OBG der Bau der Umgehungsstraßen B 455 neu - Feldbergzubringer - und der Weingärtenumgehung nicht erfolgt wäre.

In den Jahren 1978 bis 1984 hatten sich die im Oberurseler Stadtparlament vertretenen Parteien jeder Couleur den Bau – insbesondere des Feldbergzubringers - in Frage gestellt und teilweise regelrecht hintertrieben. Eine Beerdigung vierter Klasse sollte den Umgehungsstraßen zuteil werden.

Nur die Oberurseler Bürgergemeinschaft hielt mit Härte und sachlichen Argumenten die Fahne der Entlastung für die Oberurseler Bürger vom Durchgangsverkehr hoch. Da steter Tropfen bekanntlich den Stein aushöhlt, hatte auch die OBG Erfolg, und es fand sich allmählich eine Mehrheit in allen Parteien, außer den absoluten Verkehrsgegnern, die die Entscheidungen für die Straßen im Stadtparlament mit trugen.

Die Straßenbauträger, der Bund für die B455 neu und das Land für die Weingärtenumgehung, hatten klar dargestellt, daß, wenn die Oberurseler Bevölkerung die Umgehungsstraßen nicht will, diese auch nicht gebaut würden.

Die Entscheidung für die Umgehungsstraßen war ein großer Erfolg für die Oberurseler Bürgergemeinschaft. Sachlich sind als weitere Erfolge herauszustellen der Bau des Hallenbades und insbesondere der Bau der Stadthalle an der jetzigen Stelle. Diese Allzweckhalle hat sich als „Gut Stubb" sehr bewährt. Gerade die OBG setzte sich beim Bau für die Verwendbarkeit als Kino durch den Einbau der teilbaren Empore ein.

Für die Vielzahl der positiven Sachentscheidungen die von der OBG im sozialen Bereich wie Kindertagesstätten, Vereinsleben oder in der Bauleitplanung mit der Beerdigung des „Hochhauswahns", der den Charakter der Stadt doch erheblich nachteilig beeinflußt hätte, reicht hier der Raum nicht aus.

Eine der wichtigsten positiven Entscheidungen der OBG war, im Jahr 1990 den damaligen Regierungsdirektor im Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr, Eberhard Häfner, als Ersten Stadtrat und Baudezernenten nach Oberursel zu holen.

Diesem Fachmann ist es gelungen, die Entscheidungen im Planungsamt so voranzutreiben, dass die Umgehungsstraßenbauten wie der Tunnelbau 455 neu - Eichwäldchen und die Bahnunterführung Gablonzerstraße-Weingärtenumgehung sowie der Bau der U-Bahn-Haltestelle Rosengärtchen und der Bau des S-Bahnhaltepunktes Stierstadt möglich wurden.

 

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